Spider Geschichte

Spider Solitaire – Wer hat‘s erfunden?

Spider Solitaire gehört zur Solitaire Familie, den so genannten Patiencen. Der Ursprung des Kartenspieles ist nicht vollständig bekannt. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass es aus Frankreich stammt und andere verorten die Entstehung mit hoher Wahrscheinlichkeit in Deutschland oder in Skandinavien. Die früheste Erwähnung überhaupt findet man in dem 1788 in Deutschland erschienen Buch „Das neue Königliche L’Hombre-Spiel.“. Diese Buch war eine Ansammlung von Spielanleitungen und beschäftigte sich auch mit dem namensgebenden Spiel „L’Hombre“. Diese bedeutet im Spanischen – „der Mensch“ und war ein früher weit verbreitetes Kartenspiel. Dieses Kartenspiel hatte großen Einfluss auf die Geschichte der Kartenspiele und so kam es auch, dass es für den Titel des Buches ausgewählt wurde. Dort im Untertitel des Buches findet man das „Patience“.
Der Name Solitaire stammt aus dem Französischen und bedeutet „einsam“ im Sinne von „alleine“ und hierbei ist der Aspekt des Allein- bzw. Solospielens gemeint. Solitaire gehört zu den Patiencen und auch dieses Wort stammt aus dem Französischem und heißt übersetzt „Geduld“. Diese beiden Wörter beschreiben das Spielprinzip schon sehr treffend. Man spielt allein und braucht eine gehörige Menge Geduld. Für ein erfolgreiches Spiel ist also keine weitere Person notwendig. Die Herausforderung besteht darin die Denksportaufgabe, die sich aus der Konstellation der Karten ergibt, zu lösen. Man ist also hier im Wettkampf mit sich selbst.

Vom Mehrspieler zum Solospiel

Solitaire war nicht von Anfang an ein reines Solospiel. Im oben genannten Buch beginnt das Kapitel zu „Patience“ mit den Worten: „Dieses Spiel wird unter zwei Personen gespielt und zwar so, dass wechselweise nur eine immer die spielende Person ist. Gemeiniglich nehmen aber die Anwesenden durch Wetter für oder gegen den Spielenden Anteil an diesem Spiele.“ Zugegeben das klingt sehr altbacken, heißt aber im Kern nur, dass immer ein Spieler an der Reihe war und gespielt hat. Durch Wechsel des aktiven Spielers und durch den Aspekt des Wettens wurde wohl versucht daraus ein Spiel für mehrere Spieler zu machen. Es ist nicht ganz klar wie Solitaire vom Mehrspieler-Spiel zu einem Solospiel wurde. Am wahrscheinlichsten ist es aber, dass Spieler versucht haben ihr Solitär-Spiel zu verbessern und anfingen allein zu üben.

Die Verbreitung von Solitaire im 19. Uns 20. Jahrhundert

Es gibt viele unbestätigte Geschichten wer Solitaire gespielt haben soll. So sagt man Napoleon nach, dass er Fan des Kartenspieles gewesen und es während seines Exils auf Saint Helena intensiv gespielt haben soll. Die ist aber weder belegbar noch ziemlich wahrscheinlich, da sich Napoleon wahrscheinlich mit moderneren Spielen seiner Epoche die Zeit vertrieben hat. Sicher ist nur, dass sich Solitaire ab der Mitte des 19. Jahrhunderts stark verbreitete. Es wurde in England und Frankreich gespielt. Die modernen Formen des Solitaire entstanden in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit gab es viele Bücher die viele verschiedene Varianten des Solitaire-Spiels beschrieben.

Der Solitaire-Boom in den 1980er

In den 80er-Jahren begann der beeindruckende Siegeszug dieses außergewöhnlichen Kartenspiels. Der Grund dafür war das Aufkommen der Personal Computer (PCs). Jetzt kann man sich zu Recht fragen was diese beiden Dinge miteinander zu tun haben könnten. Nun ist es so, dass man bei einigen Kartenspielen eine aufwändige Startphase hat. Hierbei müssen nach dem Mischen noch Regeln befolgt werden, um das Spiel aufzubauen und während des Spielens müssen Karten nach Regeln aufgedeckt und verschoben werden. Dies kann mitunter den Spaß am Spiel reduzieren und genau da konnte der PC glänzen. Stupide und eintönige Aufgaben übernehmen und fehlerfrei abarbeiten ist die Stärke des Computers. Fortan musste der Spieler nur noch einen Button Drücken und er konnte am Bildschirm zusehen, wie die Spielkarten erst gemischt und dann blitzschnell verteilt wurden. Was übrig blieb, war die süchtig machende Essenz an Spielspaß.

Wie Microsoft Solitaire weltweiten Erfolg verhalf

Auch wenn es schon für sehr hübsche grafische Umsetzung von Solitaire auf dem C64 oder dem Amiga 500 gab, so kam der weltweite Erfolg erst durch das von Microsoft entwickelte Betriebssystem. Windows-Solitaire ist heut ein stehender Begriff und viele Windows-Benutzer denken sicherlich, dass Microsoft die Spielidee erfunden und das Spiel entwickelt hat. Während Microsoft an Windows 3.0 arbeitet, wollten sie noch einige Spiele in der Basisversion hinzufügen. Neben dem ebenso bekannten Minesweeper entschieden sie sich für Solitaire. Dieses wurde gerade von einem Praktikanten bei Microsoft entwickelt. Solitaire hatte noch einen entscheidenden Vorteil für Windows — man konnte den Benutzern auf spielerische Weise die Benutzung der Maus und das Drag’n Drop Prinzip beibringen. Heute klingt es mehr als merkwürdig, dass jemand nicht weiß, die Maus zu bedienen ist aber Windows 3.0 ist im Jahr 1990 erschienen und damals war es noch nicht üblich, dass jeder PC eine Maus hat. Microsoft hat Solitaire seit 1990 bis Windows 8.1. im Jahr 2013 immer vorinstalliert. Dadurch erklärt sich auch der Bekanntheitsgrad. Geschätzt wurde Windows-Solitaire auf mehr als 1 Milliarde Computern installiert. Microsoft Solitaire hat es vor Kurzem (Mai 2019) sogar in die „World Video Game Hall of Fame“ geschafft. Wir finden, zu Recht!

Wann entstand Spider-Solitaire

Spider-Solitaire spielen kann man noch nicht all zu lange. Im Gegensatz zu den anderen Spielen in der Solitair Familie, kann man die erste Erwähnung von Spider Solitär auf 1917 datieren. Es ist damit wesentlich jünger als die anderen Spielvarianten. Auch bei dieser Variante war es wieder Microsoft, die am Erfolg beteiligt waren. In der Version Windows 98 Plus wurde es zum ersten Mal veröffentlich und damit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Bis dahin gab es in Windows bereits Klondike Solitaire und Freecell Solitaire. Mit Spider konnte man nur 3 verschiedene Solitaire Versionen auf Windows spielen.

Vom Solospiel wieder zum Mehrspieler-Solitaire

Bei so viel Geschichte stellt sich die Frage was die Zukunft von Solitaire noch bringen kann. Mit Spider-Solitaire wollen wir Solitaire wieder von einem Solospiel zu einem Spiel für mehrere Spieler machen, ohne dabei das Spielgefühl zu verändern. Der Einzelspielcharakter, die Ruhe beim Spielen und der Spaß am Knobeln sollen genauso erhalten bleiben. In unser Spider-Community kann man online Spider spielen und sich gleichzeitig mit anderen Spielern aus aller Welt austauschen. Der Clou ist, dass alle Spieler an einem Tisch die gleichen Karten haben d.h. zum Spielbeginn bekommen du und deine Gegner dieselbe Mischung an Karten ausgeteilt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Es gibt Punkte für die verschiedenen Aktionen auf dem Tableau. Am Ende entscheidet also wie effizient man sein Deck gelöst hat und nicht wie schnell. Durch diese innovative Bepunktung kann man das Spider spielen vergleichbar machen, ohne das Spielprinzip verändern zu müssen.

Die Solitaire Geschichte erstreckt sich nun schon über einige Jahrhunderte und wird uns hoffentlich noch lange begleiten.